Nichts ist so, wie es scheint

Karl (August Diehl) ist fasziniert von der Zahl 23 und der Sage der Illuminaten, die angeblich als geheimer Zirkel im Hintergrund auf der Welt die Fäden ziehen. Politische Morde, Kriege, das Pentagon, alles scheint in Verbindung mit der Zahl 23 und ihrer Quersumme 5 zu stehen...

Auf der Suche nach anderen, die auch der Verschwörung auf die Spur kommen wollen, stürzt sich Karl in den späten 80er Jahren auf die ersten Chat-Möglichkeiten. Auf diesem Weg findet er Selbstbestätigung am Computer und lernt den Hacker Dirk kennen. Mit diesem rutscht er nach und nach in die Hackerszene. Mit einem Drogendealer zusammen spionieren die beiden bald schon für den KGB. Um die Termine des KGB einhalten zu können, nimmt Karl Drogen, dadurch hat er Schulden, muß also noch mehr Hacken, dafür braucht er noch mehr Drogen... Der bekannte Teufelskreis beginnt...

"23" ist ein Film, der zum Nachdenken anregt, der einen auf gewisse Weise mitreißt, der aber trotzdem für einen "unterhaltenden" Kinoabend eher ungeeignet ist.

Negative Freiheit bezeichnet als Freiheit von allgemein das Freisein von äußeren und inneren Zwängen. Davon unterschieden wird die positive Freiheit, die als Freiheit zu gefasst wird. Negative und positive Freiheit können sich sowohl auf Willens- als auch auf Handlungsfreiheit beziehen.

Gottfried Wilhelm Leibniz unterscheidet hinsichtlich der Handlungsfreiheit zwischen liberté de droit als Freiheit von Zwang, durch die sich der Freie vom Sklaven unterscheidet, und liberté de fait als einer positiven Freiheit, durch die sich der Kranke vom Gesunden unterscheidet.

Jean-Jacques Rousseau definiert Freiheit zunächst negativ als das Fehlen eines instinktiven Eingefügtseins des Menschen in die Natur.

Explizit unterscheidet Immanuel Kant zwischen negativer und positiver Freiheit (verstanden als Willensfreiheit). Für Kant ist Freiheit zuerst transzendentale Freiheit als Spontaneität, womit er das Vermögen des Menschen bezeichnet, einen Zustand von selbst anzufangen bzw. einen Anfang machen zu können. Die transzendentale Freiheit ist eine Idee und insofern begrifflich negativ, d. h. wir können uns dieser Freiheit weder bewusst werden noch aus der Erfahrung auf sie schließen. Auf der transzendentalen Freiheit gründet der praktische Freiheitsbegriff, der von Kant erst einmal negativ als Unabhängigkeit der Willkür durch die Antriebe der Sinnlichkeit bestimmt wird.

Die negative Freiheit ist die Bedingung für die positive Freiheit als das Vermögen der Vernunft, sich selbst ihre Gesetze zu geben. Das Vermögen des Menschen, sich unabhängig von seinen Neigungen und Trieben bestimmen zu können, befähigt ihn zur sittlichen Selbstbestimmung (Autonomie). Kants politischer Freiheitsbegriff orientiert sich an dieser Autonomiebestimmung: Rechtliche Freiheit ist die Befugnis, keinen äußeren Gesetzen zu gehorchen, als zu denen ich meine Beistimmung habe geben können.